Die Mechatronik verbindet Inhalte aus den klassischen Ingenieurwissenschaften Maschinenbau/Mechanik, Elektrotechnik/Elektronik sowie Informatik und vernetzt sie zu einem neuen interdisziplinären Fachgebiet mit hohem Innovationsgrad und großem Wachstumspotenzial. An bayerischen Universitäten wird dieses zukunftsweisende Fachgebiet ausschließlich an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg als grundständiger Bachelorstudiengang mit einem darauf aufbauenden Masterstudiengang angeboten. Als ingenieurwissenschaftlicher Studiengang ist die Mechatronik in der Technischen Fakultät beheimatet und wird maßgeblich von den Departments Maschinenbau und Elektrotechnik-Elektronik-Informationstechnik mit Beteiligung der Informatik getragen.
Aufbau des Bachelor und Masterstudiengangs Mechatronik
Aufbau des Bachelorstudiengangs Mechatronik
Das Bachelorstudium der Mechatronik führt in 6 Semestern (3 Jahren) zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss „Bachelor of Science“ und vermittelt Ihnen Grundlagen sowie elementare Fach- und Methodenkennntisse, insbesondere in den Gebieten Mathematik, Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik.

Das erste Studienjahr des dreijährigen Bachelorstudiums stellt die Grundlagen- und Orientierungsphase dar und dient den Studierenden zur Einschätzung der eigenen Fähigkeiten. Besonderer Wert wird auf den Erwerb von Kompetenzen in den allgemeinen Grundlagen in Mathematik, Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik gelegt.
Wird die Grundlagen- und Orientierungsphase erfolgreich bestanden, so erfolgt im zweiten und dritten Studienjahr ein Ausbau der Kompetenzen auf den zuvor genannten Gebieten sowie in den Grundlagen der Werkstoffkunde. Im dritten Studienjahr erfolgt in Wahlpflichtmodulen die Vertiefung spezieller Gebiete der Elektrotechnik, des Maschinenbaus und/oder der Informatik. Die Studierenden erlangen dabei vertiefende Einblicke in aktuelle Forschungsgebiete.
In der abschließenden Bachelorarbeit stellen die Studierenden unter Beweis, dass sie im Stande sind, innerhalb einer vorgegebenen Frist eine mechatronische Fragestellung selbstständig mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten und die Ergebnisse sachgerecht in einer schriftlichen Arbeit sowie in einem Vortrag darzustellen. Praxisbezug, Einblicke in den Ingenieuralltag und „Employability“ werden durch eine verpflichtende berufspraktische Tätigkeit sichergestellt.
Aufbau des Masterstudiengangs Mechatronik
Zugangsvoraussetzung für das Masterstudium ist ein überdurchschnittlicher Abschluss eines Bachelorstudiums (der Mechatronik oder einer fachverwandten Disziplin) im In- oder Ausland. Andere vergleichbare Abschlüsse (z.B. qualifizierte Diplomabschlüsse einer Fachhochschule oder Berufsakademie) können ebenfalls anerkannt werden, sofern sie kein wesentlich unterschiedliches Kompetenzprofil aufweisen.
In den ersten 3 Semestern des Masterstudiums erwerben die Studierenden vertiefte Kompetenzen in 2 aus der nachstehenden Liste frei wählbaren Vertiefungen, die von der Chipherstellung bis zur Fabrikplanung reichen und den aktuellen Wissensstand der Fachgebiete vermitteln. Ergänzend kommen technische und nichttechnische (d.h. auch aus dem Angebot anderer Fakultäten der FAU entnehmbare) Wahlmodule, Hochschulpraktika und ein Seminar hinzu. Eine verpflichtende berufspraktische Tätigkeit von 8 Wochen vertieft den Praxisbezug und gibt Orientierung für den Berufseinstieg. Das 4. Semester umfasst die sechsmonatige Masterarbeit, mit der die Studiernden nachweisen, dass sie eine wissenschaftliche Aufgabenstellung der Mechatronik selbständig und erfolgreich bearbeitn können.

Vertiefungsrichtungen
- Regelungstechnik
- Sensorik und Autonome Systeme
- Elektrische Antriebe und Leistungselektronik
- Entwurf und Produktion elektronischer und mikroelektronischer Systeme
- Radar-, Funk- und Photoniksysteme
- Informatik/Eingebettete Systeme
- Technische Mechanik und Konstruktion
- Kunststoff- und Gießereitechnik
- Laser- und Umformtechnik
- Fertigungsautomatisierung und ressourceneffiziente Produktion
- Messtechnik und Qualitätsmanagement
Einzigartig: Das „Praktikum Mechatronische Systeme“ im Bachelorstudiengang Mechatronik
Einzigartig an der Technischen Fakultät findet im Bachelorstudiengang Mechatronik im 4. Semester das „Praktikum Mechatronische Systeme“ statt. Hier planen und fertigen die Studierenden in Gruppen autonome Roboter und Fahrzeuge wie Laufmaschinen, Rettungsroboter, Turmbaumaschinen, Münzzähl- oder Ballschussautomaten, die bei einer Abschlusspräsentation eine vorgegebene Aufgabe lösen müssen. Das Praktikum vermittelt so ergänzend zu den Vorlesungen Erfahrungswissen zur Entwicklung mechatronischer Systeme als Teamaufgabe.
„Ein sehr sinnvolles Praktikum das einem viel neues Wissen bringt.“
Kommentare unserer Studierenden zum Praktikum
„Mir hat es super gefallen“
„Die wohl interessanteste Lehrveranstalltung bisher! Unbedingt beibehalten da auch ein Alleinstellunsmerkmal für den Studiengang Mechatronik. Sie verdeutlicht bei den bisherigen Aufgabenstellungen eindrücklich die Notwendigkeit eines Verbundes von Maschinenbau-, Informatik- und Elektrotechnikanteilen für eine erfolgreiche Lösung.“
Ausgezeichnet: Der Baumüller- Studienpreis
Alljährlich verleiht die Baumüller Holding GmbH & Co. KG, Nürnberg, den mit 1.000 € dotierten Baumüller Studienpreis für die beste GOP-Prüfung im Bachelorstudium (bis 2012 für die beste Projektarbeit im Diplomstudium).
2020: leider coronabedingt entfallen
2019: Ralf Römer

2018: Andreas Linse

2017: Felix Meßerer

2016: Benjamin Brunner

2015: Carmen Baumann

2014: Julia Böhm

2013: Theresa Pollinger

2012: Johannes Kratzel

2011: Stefan Friedrich

2010: Klaus Löhe

2009: Tobias Barthel

2008: Sabine Rynek (Preis wurde geteilt)

2008: Thomas Mederer (Preis wurde geteilt)
